Ratgeber · Website-Projekt

Website mit KI erstellen: Was dabei untergeht

Von Oliver Ködderitzsch · 20. August 2026 · 9 Minuten Lesezeit

Fangen wir mit dem Teil an, den viele Agenturen ungern zugeben: Es funktioniert. Du beschreibst in drei Sätzen, was dein Betrieb macht, und zwanzig Minuten später steht eine Website. Mit Aufbau, mit Bildern, mit Texten. Sie sieht gut aus. Auf vielen kleinen Handwerker- und Praxisseiten aus dem Jahr 2018 sieht sie sogar besser aus als das, was dort heute noch online ist.

Wer daraus schließt, dass Websites bauen jetzt umsonst ist, hat aber die falsche Rechnung aufgemacht. Denn das Design war noch nie der Teil, an dem Websites scheitern.

Wir zeigen dir, was bei einer KI-Seite regelmäßig untergeht, warum das der teure Teil ist und was das für den Preis bedeutet. Am Ende auch, wann eine KI-Seite völlig ausreicht. Diesen Fall gibt es.

Die kurze Antwort

Das kann die KI gutDas weiß sie nicht
Aufbau, Farben, Schrift, ein sauberes LayoutWonach deine Kunden in deiner Stadt tatsächlich suchen
Ordentliche Texte in wenigen SekundenWer bei diesen Suchen schon steht und wie fest
Bilder, Symbole, mobile DarstellungOb eine Seite reicht oder du fünf brauchst
Eine Seite, die fertig aussiehtWas an deinem Betrieb belegbar anders ist

Alles in der linken Spalte ist in den letzten Jahren billig geworden. Alles in der rechten Spalte nicht. Und die rechte Spalte entscheidet, ob dich jemand findet.

Was bei einer KI-Website regelmäßig untergeht

1. Worauf soll die Seite eigentlich antworten?

Eine KI baut dir eine Seite über deinen Betrieb. Deine Kunden suchen aber nicht nach deinem Betrieb, sondern nach einer Arbeit. Der Unterschied klingt klein und ist der ganze Punkt.

Ein Beispiel aus einem echten Projekt von uns: Eine Praxis in Mönchengladbach hätte man naheliegend auf „Physiotherapie Mönchengladbach" ausrichten können. Wir haben stattdessen gemessen, wonach dort wirklich gesucht wird, und die Seite auf die spezielleren Behandlungen ausgerichtet. Heute steht sie auf Platz 1 für „Kinderosteopathie Mönchengladbach" und auf Platz 4 für „Osteopathie Mönchengladbach". Über zwölf Monate: 1.193 Klicks bei über 64.000 Einblendungen. Die ersten beiden Anfragen kamen drei Wochen nach dem Relaunch, genau über die Begriffe, auf die wir optimiert hatten. Die ganze Geschichte steht in der Case Study aus Mönchengladbach.

Diese Entscheidung fällt, bevor die erste Zeile steht. Eine KI trifft sie nicht, weil sie die Daten nicht hat. Sie kennt deinen Ort nicht, deinen Wettbewerb nicht und die Nachfrage nicht.

2. Wer steht dort schon, und wie fest?

Zwei Suchbegriffe mit gleichem Volumen können unterschiedlich viel wert sein, weil vor dem einen seit Jahren jemand sitzt und vor dem anderen niemand. Ohne diesen Blick optimierst du auf etwas, das du in drei Jahren nicht gewinnst, während daneben eine Lücke offen steht.

Es geht dabei auch um die andere Richtung. Für Viersen haben wir nachgemessen: Nach einer typischen Leistung plus Ortsname suchen dort im Monat ein paar Dutzend Menschen, keine Tausende. Wer dir hier große Besucherströme verspricht, hat nicht nachgesehen. Dafür sind die vorderen Plätze erreichbar. Beides muss man wissen, bevor man Geld ausgibt.

3. Eine Seite oder mehrere?

KI-Werkzeuge bauen fast immer eine einzelne Seite, auf der alles steht. Für einen Betrieb mit einer Leistung in einem Ort ist das richtig. Bietest du drei Gewerke in fünf Orten an, ist es der teuerste Fehler von allen: Eine Seite kann bei Google nicht gleichzeitig die beste Antwort auf fünf verschiedene Suchen sein.

Wie das aufgebaut sein muss, hängt an deinem Angebot und deinem Einzugsgebiet. Es ist eine Entscheidung über Struktur, und die trifft man vor dem Bauen, nicht danach. Wie so ein Projekt abläuft, steht unter Website erstellen lassen.

4. Die Texte klingen gut und sagen nichts

Das ist die Stelle, an der man KI-Seiten am schnellsten erkennt. „Wir stehen für Qualität, Zuverlässigkeit und individuelle Lösungen." Kein falscher Satz. Nur einer, den dein Wettbewerb genauso auf der Seite hat, und einer, den dein Kunde nicht überprüfen kann.

Was stattdessen wirkt, sind überprüfbare Sachen: dass du in Süchteln und Dülken innerhalb von 24 Stunden da bist. Dass du Zählerschränke erneuerst, nicht „Elektroinstallation" anbietest. Fotos von deiner eigenen Baustelle statt gekaufter Bilder. Diese Angaben kann eine KI nicht erfinden, weil sie sie nicht kennt. Sie kommen aus einem Gespräch mit dir.

5. Was nach dem Launch passiert

Am Tag des Starts sind alle Websites gleich gut. Der Unterschied zeigt sich nach sechs Monaten: Läuft sie noch, ist sie sicher, wird sie gefunden, und antwortet jemand, wenn etwas klemmt? Eine KI baut dir eine Seite, sie übernimmt sie nicht.

Deshalb sind unsere Websites so preiswert

Jetzt der Teil, der erklärt, warum bei uns 490 € zum Start steht und nicht 5.000 €.

Weil wir den Teil, der billig geworden ist, nicht mehr teuer verkaufen. Gestaltung und Aufbau gehen heute erheblich schneller als vor fünf Jahren, bei uns genauso wie bei allen anderen. Wer dafür weiterhin mehrere tausend Euro aufruft, verkauft dir einen Aufwand, den es so nicht mehr gibt. Klassische Agenturen liegen für Unternehmens-Websites weiterhin bei 3.000 bis 20.000 €, und der größte Posten ist oft genau dieser.

Was nicht billiger geworden ist, ist die Arbeit davor. Und dafür zahlst du bei uns:

  • Suchbegriffe mit echten Zahlen. Wir sehen nach, wonach in deinem Ort tatsächlich gesucht wird und wie oft. Nicht nach Gefühl, sondern mit Daten.
  • Wettbewerb prüfen. Wer steht bei diesen Suchen vorne, wie fest sitzt er, und wo ist eine Lücke, die du in Monaten statt Jahren besetzen kannst?
  • Struktur festlegen. Eine Seite oder mehrere, welche Leistung bekommt eine eigene, welche Orte kommen dazu.
  • Texte, die etwas behaupten. Wir fragen dich aus und schreiben daraus konkrete Sätze, keine Adjektive. Du lieferst die Eckdaten, nicht die Texte.
  • Google-Profil und Website verbinden. Gleiche Adresse, gleiche Leistungen, gleiche Schreibweise. Das ist die Stelle, an der die meisten lokalen Betriebe unbemerkt Sichtbarkeit verlieren.

Diese fünf Punkte sind der Grund, warum eine Seite Anfragen bringt oder eben nicht. Sie kosten Zeit und lassen sich nicht per Knopfdruck erzeugen. Wenn du bei uns bezahlst, bezahlst du dafür und für die Betreuung danach. Das Design bekommst du dazu.

Nachrechnen kannst du das selbst: Alle Pakete stehen auf der Preisseite, und was in welchem Paket steckt, steht bei Webdesign.

Wann eine KI-Website wirklich reicht

Es wäre unredlich, hier nur in eine Richtung zu argumentieren. Es gibt Fälle, in denen du dir das Geld sparen kannst:

  • Du brauchst nur eine Visitenkarte. Deine Kunden kommen über Empfehlung, die Seite muss nur bestätigen, dass es dich gibt. Dann reicht sie völlig.
  • Du testest eine Idee. Bevor du weißt, ob das Angebot trägt, ist jede große Investition verfrüht.
  • Du bist ausgebucht. Wer keine neuen Anfragen will, braucht keine Seite, die welche bringt. Das ist kein Scherz, das ist bei vielen Handwerksbetrieben gerade die Lage.

In allen drei Fällen: Bau sie mit KI und gib das Geld woanders aus. Wir sagen dir das auch am Telefon, wenn es auf dich zutrifft. Und keine Sorge vor den Warn-E-Mails zum Barrierefreiheitsgesetz, die gerade herumgehen: Eine reine Visitenkarten-Seite fällt nicht darunter. Warum, steht im Ratgeber Barrierefreie Website.

Sobald deine Seite aber Anfragen bringen soll, dreht sich die Rechnung. Dann ist die Frage nicht mehr, was der Bau kostet, sondern was dich jeder Monat kostet, in dem dich niemand findet. Wie eine Fahrschule in Korschenbroich mit rund 20 zahlenden Anmeldungen im Monat über ihre Website zeigt, ist das eine ganz andere Größenordnung als der Preis der Seite.

Sieben Fragen an deine KI-Seite

Wenn du schon eine gebaut hast, geh diese Liste durch. Jedes Nein ist ein Punkt, an dem die Seite gerade nicht für dich arbeitet.

  1. Weißt du, auf welche Suchbegriffe die Seite ausgerichtet ist? Wenn nicht, ist sie auf keine ausgerichtet.
  2. Steht dein Ort im Text, nicht nur im Impressum?
  3. Steht auf der Seite etwas, das dein Wettbewerb nicht auch schreiben könnte?
  4. Hat jede Leistung, die dir wichtig ist, genug eigenen Platz, oder steht alles in einem Absatz?
  5. Sind es deine eigenen Fotos?
  6. Ist dein Google-Unternehmensprofil vollständig und erzählt es dasselbe wie die Seite?
  7. Weißt du, wer sich kümmert, wenn in sechs Monaten etwas nicht mehr funktioniert?

Fazit

KI hat das Bauen billig gemacht, und das ist eine gute Nachricht. Auch für dich, denn genau deshalb bekommst du bei uns eine Website ab 490 € statt für ein Vielfaches.

Nur hat sie damit den Teil erledigt, der ohnehin nie das Problem war. Ob dich jemand findet, entscheidet sich vorher: bei der Frage, auf welche Suchen deine Seite antwortet, und ob du an denen vorbeikommst, die dort schon stehen. Diese Arbeit ist nicht billiger geworden. Sie ist nur sichtbarer geworden, seit alles andere es ist.

Häufige Fragen

Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch

Kann ich eine Website komplett mit KI erstellen?

Ja, und das Ergebnis sieht besser aus, als die meisten erwarten. Du beschreibst deinen Betrieb, und nach wenigen Minuten steht eine Seite mit Aufbau, Bildern und Texten. Was die KI nicht mitliefert, ist die Entscheidung, worauf die Seite eigentlich antworten soll: nach welchen Begriffen deine Kunden in deiner Stadt suchen, wer dort schon steht und ob du an den vorbeikommst. Diese Entscheidung fällt vor dem ersten Klick, und sie entscheidet, ob die Seite Anfragen bringt.

Was kostet eine Website mit KI wirklich?

Der Bau ist günstig geworden, oft ein Werkzeug für 10 bis 30 € im Monat. Die Kosten entstehen woanders: bei der Recherche, welche Suchen es in deinem Ort gibt, bei den Texten, die etwas Konkretes behaupten müssen, und bei der Pflege danach. Wer nur das Werkzeug bezahlt, bekommt eine Seite. Wer gefunden werden will, zahlt für die Arbeit davor.

Warum ist eure Website günstiger als bei einer klassischen Agentur?

Weil wir den Teil, der billig geworden ist, nicht mehr teuer verkaufen. Gestaltung und Aufbau gehen heute deutlich schneller als vor fünf Jahren, und diesen Vorteil geben wir weiter. Deshalb starten wir bei 490 € statt bei mehreren tausend. Was bleibt, ist die Recherche und die Betreuung, und genau dafür zahlst du bei uns. Klassische Agenturen rufen für Unternehmens-Websites weiterhin 3.000 bis 20.000 € auf, oft mit dem Design als größtem Posten.

Straft Google Texte ab, die von einer KI geschrieben wurden?

Nicht dafür, dass sie von einer KI stammen. Google bewertet, ob ein Text jemandem weiterhilft. Massenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Inhalt sind ein Problem, und zwar unabhängig davon, wer sie geschrieben hat. In der Praxis scheitern KI-Texte seltener an einer Strafe als daran, dass sie austauschbar sind: Sie klingen gut und behaupten nichts, was ein Kunde nachprüfen könnte.

Ich habe schon eine Seite mit KI gebaut. Könnt ihr die übernehmen?

Meistens ja, und oft ist das der günstigere Weg. Wenn die Seite technisch sauber ist und nur inhaltlich nicht trägt, reicht eine Überarbeitung: Suchbegriffe recherchieren, Struktur nachziehen, Texte konkret machen, Google-Profil verbinden. Ein Neubau lohnt sich, wenn die Seite in einem Werkzeug steckt, aus dem du nicht wieder herauskommst. Wir sagen dir vorher, welcher Fall bei dir vorliegt.

Oliver Ködderitzsch, Gründer von WP-OK

Oliver Ködderitzsch

Webdesign & SEO vom Niederrhein

Gelernter Fachinformatiker, baut Websites seit über 25 Jahren. Mit WP-OK sorgt er dafür, dass Betriebe am Niederrhein gefunden werden und Anfragen bekommen – und kümmert sich danach weiter. Mehr über Oliver oder direkt per WhatsApp schreiben.

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